Hertha spielt 0:2 gegen Hoffenheim

Berlin – Am 24. Spieltag unterlag Hertha BSC der TSG 1899 Hoffenheim mit 0:2 (0:1). 37.391 Zuschauer im Berliner Olympiastadion sahen über weite Strecken überlegene Herthaner, die in der 35. Minute den 0:1-Rückstand durch Demba Ba hinnehmen mussten. Im zweiten Durchgang zeigten sich die Hausherren engagiert, ohne jedoch gegen tief stehende Gäste zum Ausgleich zu kommen. Für die Entscheidung sorgte Vedad Ibisevic in der Nachspielzeit.
Hertha-Coach Friedhelm Funkel vertraute der gleichen Elf, die am vergangenen Spieltag den 3:0-Auswärtserfolg beim SC Freiburg feierte. Patrick Ebert und Gojko Kacar hingegen mussten auf Grund von Knieproblemen passen. Die Gäste hatten mehrere Ausfälle zu kompensieren. Luiz Gustavo fehlte wegen einer Rotsperre. Andreas Beck (Innenbandriss im Knie), Franco Zuculini (Haarriss am Wadenbeinköpfchen) und Chinedu Obasi (Sprunggelenk) waren ebenso zum Zuschauen verdammt wie Matthias Jaissle und Kevin Conrad (beide Trainingsrückstand). Die Ex-Herthaner Josip Simunic und Sejad Salihovic standen allerdings in der Anfangself der TSG.
Überlegene Herthaner
Die Hausherren legten munter los. Begünstigt durch einen Fehlpass von Marvin Compper kam Raffael nach wenigen Sekunden zur ersten Chance. Der Schuss des Brasilianers aus 17 Metern verfehlte das Gehäuse nur knapp. Auf der Gegenseite versuchte es Carlos Eduardo von der Strafraumkante, zielte jedoch deutlich über das Tor. Gefährlicher wurde es in der zwölften Minute. Lukasz Piszczek hatte sich auf der rechten Seite durchgesetzt und den im Rückraum postierten Raffael bedient, der über den Ball schlug. Florian Kringe setzte nach, konnte Gäste-Keeper Timo Hildebrand allerdings nicht bezwingen.
Dessen Gegenüber Jaroslav Drobny war bei Maicosuels Schlenzer nicht gefordert (13.). Wenig später erhielt Adrian Ramos seine erste Gelegenheit, doch auch der Kolumbianer verfehlte das Gehäuse aus halblinker Position knapp (15.). Als Raffael kurz darauf aus 17 Metern abzog, fehlte ebenfalls nicht viel (18.). In der 19. Spielminute machten auch die Gäste wieder auf sich aufmerksam: Eine Salihovic-Flanke landete punktgenau bei Ibisevic, der das Leder per Kopf neben den rechten Pfosten setzte. In ähnlich guter Position befand sich Raffael nach Vorlage durch Theofanis Gekas. Der Brasilianer zögerte jedoch zu lang, traf den Ball nicht richtig und schoss diesen ins Toraus (22.).
Ba mit dem Führungstreffer
Nur sechzig Sekunden später trat Raffael als Vorbereiter in Szene und fand in Kringe seinen Abnehmer. Wurde dessen Schuss noch von Simunic abgewehrt, landete der Schussversuch Levan Kobiashvilis neben dem linken Pfosten (23.). In der Folge ließen die bis dahin überlegenen Herthaner die Rangnick-Elf zunehmend ins Spiel kommen und sollten dafür in der 35. Minute bestraft werden. Ba setzte sich im Strafraum mit einem Beinschuss gegen Arne Friedrich durch, ließ Piszczek stehen und schob das Leder schlussendlich in die lange Ecke – 0:1. Erschwerend kam hinzu, dass Piszczek kurz vor dem Seitenwechsel verletzungsbedingt ausgewechselt werden musste. Für den Polen kam Steve von Bergen, Friedrich rückte aus der Innenverteidigung auf die rechte Abwehrseite.
Zu Beginn der zweiten Hälfte zeigten sich die Hausherren engagiert, brachten aber gegen tief stehende Gäste wenig Zählbares zustande. In der 63. Minute setzte Roman Hubnik zu einem Sololauf in die gegnerische Hälfte an, bediente Ramos, der seinerseits Kringe in Szene setzte. Nachdem dieser Salihovic umkurvt hatte, klärte Vorsah den anschließenden Schuss im letzten Moment. Hertha drängte in der Folge auf den Ausgleich, wodurch sich für die Kraichgauer Konterchancen boten. Waren diese zunächst noch wenig zielstrebig, wurde es dafür in der 85. Minute umso gefährlicher: Christian Eichner flankte von der linken Seite auf den langen Pfosten, wo Ba den Fuß an den Ball bekam. Hertha-Schlussmann Drobny konnte die Situation jedoch mit einer glänzenden Fußabwehr klären.
Ibisevic sorgt für die Entscheidung
Kurz vor dem Schlusspfiff stand der Tscheche ein weiteres Mal im Mittelpunkt: Der aufgerückte Schlussmann verlängerte einen Freistoß per Kopf und eilte im Anschluss an Hildebrands Parade zurück zu seinem Gehäuse, welches Salihovic mit seinem Schuss aus 35 Metern verfehlte (89.). Für die Entscheidung sorgte Ibisevic in der Nachspielzeit. Nachdem sich der Bosnier gegen von Bergen durchgesetzt hatte, schob er das Leder freistehend in die kurze Ecke zum 0:2-Endstand.
Durch die 0:2-Niederlage hat die Aufholjagd der Herthaner vorerst einen Dämpfer erhalten. Weiter geht es für die Funkel-Elf bereits am Samstag (06.03.2010) beim Hamburger SV. Anstoß ist um 15.30 Uhr.
Aufstellungen:
Hertha BSC: Drobny – Piszczek (42. von Bergen), Friedrich, Hubnik, Kobiashvili – Kringe (75. Nicu), Lustenberger, Cicero – Raffael – Gekas, Ramos
TSG 1899 Hoffenheim: Hildebrand – Eichner, Compper, Simunic, Ibertsberger – Vorsah (78. Gulde), Carlos Eduardo, Salihovic – Maicosuel (68. Weis), Ba (87. Vukcevic), Ibisevic
Tore: 0:1 Ba (35.), Ibisevic (90. + 2)
Gelbe Karten: Raffael, Cicero – Simunic, Ibertsberger
Zuschauer: 37.391
Schiedsrichter: Thorsten Kinhöfer (Herne)
Statistik zum Spiel
Hertha BSC















